Das Herz schlägt normalerweise in einem gleichmäßigen Rhythmus, um wie eine Pumpe das Blut durch den Blutkreislauf zu befördern. Dieser regelmäßige Herzschlag wird durch kleine elektrische Stromflüsse ausgelöst. Diese Stromflüsse werden durch das Herz selbst gebildet, und zwar im sogenannten Sinusknoten, einem kleinen Areal im rechten Vorhof.
Bei manchen Menschen kann es am Herzen zu einer elektrischen Störung kommen. Die Folge ist ein zu schneller, zu langsamer oder ein unregelmäßiger Herzschlag. Dadurch kann es zu einer Leistungsminderung des Herzens kommen.
Nicht alle Rhythmusstörungen sind krankhaft. Sie können jedoch erhebliche Komplikationen nach sich ziehen, wie z. B. Embolien, Schlaganfälle, Ohnmachtsanfälle oder - im schlimmsten Fall - Kammerflimmern und plötzlichen Herztod.
Herzrhythmusstörungen können zum einen medikamentös behandelt werden. Bei bestimmten Vorhofrhythmusstörungen kann man versuchen, das Herz mit einem gezielten Stromstoß wieder in den Sinusrhythmus zu konvertieren. Dies nennt man elektrische Kardioversion.Der Eingriff wird in einer kurzen Vollnarkose von den Kardiologen unter Ultraschallkontrolle durchgeführt.
Durchführung
Vor dem Eingriff, der häufig ambulant durchgeführt wird, dürfen Sie 6 Stunden lang nichts essen oder trinken.
Nach Einleitung der Narkose mit einem kurzwirksamen Narkosemittel wird zunächst eine Ultraschallsonde in Ihre Speiseröhre eingeführt, um eine Gerinnselbildung im Herzen sicher ausschließen zu können. Findet sich ein Gerinnsel (Thrombus) im Herzen, darf die Kardioversion nicht durchgeführt werden, da sich dieser Thrombus durch den Stromstoß lösen und einen Schlaganfall verursachen könnte.
Wenn keine Gerinnsel gesehen wurden, wird die Sonde entfernt und der Stromstoß wird über zwei Elektroden auf der Brustwand ausgelöst. Dadurch wird das Herz wieder in den normalen Sinusrhythmus überführt. Allerdings ist die Elektrokardioversion nicht in allen Fällen erfolgreich.
Siehe auch: Die Schrittmacheroperation