Herzinfarkt - Warnsignale ernst nehmen!

Herzwoche 10.-17.11.2007 - Veranstaltungen des Albertinen-Herzzentrums

Derzeit stirbt in Deutschland mindestens jeder zweite Infarktpatient an den Folgen des Herzinfarktes. Würden aber die Warnsignale eines Harzinfarktes immer ernst genommen und sofort der Rettungswagen gerufen, könnten weit mehr überleben. Darauf macht Priv.-Doz. Dr. Friedrich-Christian Rieß, Chairman des Albertinen-Herzzentrums, anlässlich der diesjährigen Herzwoche der Deutschen Herzstiftung aufmerksam. Rieß: „Liegen Beschwerden vor, die auf einen Herzinfarkt hindeuten, darf es kein Abwarten und keine falsche Scham geben, gegebenenfalls einen Fehlalarm auszulösen. In solchen Fällen muss sofort der Rettungswagen gerufen werden. Denn beim Herzinfarkt zählt jede Minute!“

Übliche Alarmzeichen, so der Chefarzt in der Albertinen-Herzchirurgie weiter, seien schwere, länger als fünf Minuten anhaltende Schmerzen im Brustkorb, die in Arme, Schulterblätter, Hals, Kiefer oder Oberbauch ausstrahlen könnten. Ebenfalls oft beschrieben werde ein starkes Engegefühl, heftiger Druck im Brustkorb, Angst zusätzlich zum Brustschmerz, Luftnot, Übelkeit und Erbrechen. Weitere Warnsignale: Schwächeanfälle – auch ohne Schmerz, evt. Bewusstlosigkeit, blasse und fahle Gesichtsfarbe und kalter Schweiß. Bei Frauen hingegen seien Luftnot, Übelkeit, Schmerzen im Oberbauch und Erbrechen nicht selten alleinige Alarmzeichen.

Das Albertinen-Herzzentrum beteiligt sich aktiv mit Veranstaltungen und einer Telefonaktion an der Herzwoche:

Der Retter in Zivil - HLW und Frühdefibrillation auf der Straße

Schulung: Jens Untiedt (leitender Oberarzt des Albertinen Intensivzentrums)
Datum: 12.11.2007, 16:00-18:00
Ort: Albertinen-Krankenhaus
Adresse: Süntelstr. 11 a, 22457 Hamburg
Der Eintritt ist frei

KHK - Die koronare Herzerkrankung

Referenten: Dr. Andreas Seidensticker (Oberarzt Rehabilitationsklinik Schönberg Holm)
Datum: 13.11.2007, 19:00
Ort: Rehabilitationsklinik Schönberg Holm Abteilung Hamburg am Albertinen-Krankenhaus
Adresse: Süntelstr. 11 a, 22457 Hamburg
Der Eintritt ist frei


Moderne Herzdiagnostik und Therapie - Integration als Schlüssel zum Erfolg

Matthias Danne (Abt. für Kardiologie, Albertinen-Herzzentrum)
Das Herz MRT - Ein wichtiger Baustein in der Diagnostikkette
Dr. Peter Kremer (Chefarzt Abt. für Kardiologie, Albertinen-Herzzentrum)
Der Herzkatheter
PD Dr. Friedrich-Christian Rieß (Chairman Albertinen-Herzzentrum, Chefarzt Abt. für Herzchirurgie)

Moderne herzchirurgische Operationstechniken

Diethelm Neetz (Chefarzt Abt. für Kardiorehabilitation, Ostseeklinik Schönberg-Holm)
Eine gute Reha fängt bei der Aufnahme in einem Krankenhaus an
Moderation: Dr. Matthias Angrés (Ärztlicher Direktor Albertinen-Krankenhaus)
Datum: 14.11.2007, 18:00-20:00
Albertinen-Krankenhaus
Süntelstr. 11 a, 22457 Hamburg
Der Eintritt ist frei

Telefonaktion: Rund um das Herz

Experten informieren unter der Telefonnummer: 070043-796389 (12 Cent pro Minute aus dem Deutschen Festnetz)
Am Telefon: Dr. Peter Kremer (Chefarzt Abt. für Kardiologe, Albertinen-Herzzentrum)
PD Dr. Friedrich-Christian Rieß (Chairman Albertinen-Herzzentrum, Chefarzt der Abt. für Herzchirurgie)
Datum: 15.11.2007
Uhrzeit: 17:00-21:00

Albertinen-Herzzentrum

Mit 1350 Herzoperationen, mehr als 470 Schrittmacher- und Defibrillatorimplantationen und über 4.000 Herzkatheteruntersuchungen pro Jahr gehört das Albertinen-Herzzentrum zu den führenden Versorgungseinrichtungen zur Behandlung von Herzkrankheiten in Norddeutschland. Die Rate der Off-pump-Chirurgie – der OP am schlagenden Herzen - ist mit ca. 30 % heute im Albertinen-Herzzentrum dreimal so hoch wie im Bundesdurchschnitt. Diese Operationstechnik ist für Patienten wesentlich schonender. Ebenso bemerkenswert ist, dass bei Bypass-Operationen im Albertinen-Herzzentrum mittlerweile mehr als 90% aller Patienten ausschließlich mit arteriellen Gefäßen – d.h. ohne Venenentnahme aus dem Bein - versorgt werden. Bei 98% aller Eingriffe wird mindestens eine Arterie eingesetzt. Die Operationstechnik der komplett arteriellen Revaskularisation ist den herkömmlichen überlegen, da arterielle Bypässe länger offen bleiben als venöse und die Überlebensrate der Patienten eindeutig besser ist. Das Albertinen-Herzzentrum bietet das breite Spektrum moderner Herzmedizin von der Diagnostik über interventionelle Kardiologie bis zur Herzchirurgie mit spezieller Kardioanästhesie. Eine Abteilung für Kardiorehabilitation am Standort des Herzzentrums rundet das Angebot ab.